Qigong

Qigong, auch Chi Gung geschrieben, hat sich parallel zu und größtenteils unabhängig von den Kampfkünsten entwickelt, ohne den Fokus auf Kampftechniken, Krafteinwirkung und Strategien zu legen. Stattdessen wurde Qigong als System der ganzheitlichen Gesundheitsvorsorge, zur Meditation und zur harmonischen Entwicklung von Körper und Geist praktiziert. In Asien und sogar in Europa wird Qigong auch in Krankenhäusern u. a. zur Behandlung schwerer Krankheiten, wie z.B. Krebs, eingesetzt.

Qigong, welches man als „Energie- Arbeit“ übersetzen kann, existiert in der einen oder anderen Form schon seit mehreren tausend Jahren und wurde vor allem im Taoismus, im Buddhismus, in den chinesischen Medizin- und Heiltraditionen sowie in den Kampfkünsten entwickelt. Ähnlich wie Taiji Quan, zeichnet sich Qigong aus durch langsame, fließende Bewegungen, die meistens im Stand oder bei Bedarf auch im Sitzen oder Liegen ausgeführt werden. Hierbei führen, genau wie im Taiji Quan, die Koordination der Bewegung, der Atmung, der Körperstruktur und der Aufmerksamkeit/des Bewußtseins zu einem harmonischen Energiefluß und der Einheit von Körper und Geist.

Qigong führt bei regelmäßiger Übung zur Auflösung von Energieblockaden und zu einem harmonisierten Energiefluß in alle Bereiche des Körpers. So entwickelt es einen kräftigen, gesunden, widerstandsfähigen und entspannten Körper und einen ruhigen und ausgeglichenen Gemütszustand. Wer ernsthaft übt, verringert dramatisch die Auswirkung von Krankheiten, beugt diesen vor und verhindert oder verzögert das Einsetzen altersbedingter Beschwerden und Krankheiten.

Qigong ist für Menschen aller Alterstufen erlernbar und geeignet und bedarf keiner Vorkenntnisse oder besonderer körperlicher Fitness.